Arbeitsgrundsätze der Erlebnispädagogik

In der systemischen Erlebnispädagogik fliessen systemische und ganzheitlich handlungsorientierte Lerntheorien, Weltbilder, Haltungen und Konzepte zusammen und lassen eine Methodenkomposition entstehen, die Menschen in ihrem Wachstum begleitet, unterstützt und fürs Leben zu stärken versucht. 

Reform- und erlebnispädagogisches Gedankengut:

  • Gelernt wird über alle Kanäle, über Kopf, Herz und Hand.
  • Lernen findet in der Praxis statt, über Handlung und durch Erleben.
  • Menschen lernen am und durch Erfolg. Erfolg und Selbstvertrauen verstärken sich gegenseitig.
  • Erlebnispädagogik führt den Menschen zurück zur Natur und bringt ihn in Kontakt mit der Ursprünglichkeit und Unmittelbarkeit des Lebens.
  • Naturerfahrungen können zu selbststärkenden Lernerlebnissen werden.
  • Erfahrungen und Erlebnisse bekommen im Kontext der Gruppe einen anderen Wert und zusätzliche Wirkung. (Zeugenschaft)
  • Gutes Lern- und Arbeitsklima sowie eine stabile Gruppendynamik steigern die Arbeitsfähigkeit und Lernbereitschaft.
  • Erlebnisintensität erhöht die Wirkkraft.
  • Lernen findet jenseits der Komfortzone statt.
  • Selbsterfahrung fördert die Persönlichkeitsbildung und stärkt die Identität.

Systemische Grundsätze:

  • Menschen finden ihre Gestalt, ihre Form und ihren Weg.
  • Sie sind mit der Welt lebendig verbunden.
  • Veränderung ist das Prinzip des Lebens.
  • Alles, auch jedes Problem, jede Krankheit, jedes Symptom erfüllt(e) einen Sinn, folgt(e)einer guten Absicht.
  • Diagnosen und andere Festschreibungen werden gemieden, Hypothesen sind Annahmen.
  • Die Welt, die wir sehen, sind wir. Ich erschaffe die Welt nach meinem Bilde.
  • Ich bin Schöpferin meines Lebens, Gestalter meiner Zukunft.
  • Wesen sind kontextabhängig, deshalb gilt die Achtsamkeit auch der Interaktion zwischen dem Wesen und seiner Umgebung.
  • Klienten sind Träger ihrer Expertenschaft.
  • Selbstorganisation ist möglich, wenn relevante Informationen fliessen.