Systemische Erlebnispädagogik kombiniert Methoden aus Natursportarten, Kreativtechniken, szenischen Arbeitsformen und rituellen Strukturen, um Menschen in Entwicklungsprozessen professionell zu begleiten.
Absolvent:innen dieser Lehrgänge bringen nomadische Leidenschaft, achtsame Wahrnehmungsschulung und eine gelebte systemische Grundhaltung mit wirksamen Begleitungsmethoden seit über zwanzig Jahren in unterschiedliche Felder von Pädagogik, Beratung und Führung.
Detaillierte Informationen folgen.
Zeit:
09.30 – 18.30 Uhr
mit anschliessendem Festessen vom Feuer
Ort:
Klingenmühle bei Märstetten
Preis:
> regulär: CHF 145.00
> Alumni: CHF 125.00
Eine Frage, die nach draussen will. Wir alle kennen sie: Ideen und Wünsche, die immer wieder anklopfen. Und doch bleiben sie manchmal nur Gedanken. An diesem Tag laden wir dich ein, deinem
«Was wäre, wenn …?» Raum zu geben.
Entdecken, ausprobieren und Perspektiven wechseln.
Draussen in der Natur, mit Erfahrungen und Begegnungen, die etwas entstehen lassen.
Systemische Erlebnispädagogik beginnt, wo du Antworten nicht nur im Kopf suchst, sondern wo du dich im Erleben auf sie zu bewegst.
Du wechselst Sichtweisen, entdeckst, was bereits da ist, und staunst, welche Wege sich zeigen. Nimm dir einen Moment Zeit und vervollständige dein persönliches
«Was wäre, wenn …?» und bring deine Frage mit. Was wäre, wenn …
Die Veranstaltung findet draussen statt.
Workshops, bereichernde Begegnungen, sowie weitere Impulse geben dir Einblick in unsere Arbeit.
Dazwischen wirst du von uns herzlich verköstigt.
Die Werkstätte ist Bestandteil und Höhepunkt des Lehrgangs «Systemische Erlebnispädagogik und Prozessgestaltung», wozu die aktuelle Lehrgangsgruppe als Gastgeber:innen einlädt.
Wir freuen uns auf dich!

Hans Neidhardt - Jahrgang 1952, Diplompsychologe, lebt nördlich von Heidelberg. Seit 1987 in eigener Praxis als Psychologischer Psychotherapeut und Supervisor sowie als Focusing-Therapeut und Ausbilder (DAF) tätig. An Focusing hat ihn von Anfang an fasziniert, wie der Körper stimmige nächste Entwicklungsschritte zeigt, wenn man sich auf eine bestimmte Art und Weise auf diese inneren Prozesse bezieht. Neben Focusing ist das “Enneagramm” ein wichtiger Aspekt seiner Arbeit. Dieses Modell ermöglicht tiefe Einsichten in menschliche Charakterstrukturen und hat sein Focusing-Verständnis von Transformationsprozessen erweitert.
Valentin: Etwas was mir besonders geblieben ist, ist unser Start. Angekommen am Bahnhof in Chur ging alles ziemlich schnell: eine kurze Vorstellungsrunde, einkaufen und dann ging’s bereits mit den Schneeschuhen den Berg hoch. Und gefühlt nur drei Stunden nachdem wir uns kennengelernt hatten, hatten wir bereits ein Feuer, unseren Kreis, etwas Leckeres zu essen und jeder hatte seine Schlafstelle gefunden. Irgendwie war das alles sehr intuitiv und hat sich so ergeben, ohne grosses Planen. Jeder konnte sich mit seinen Fähigkeiten einbringen. Das hat sich seit Beginn so durchgezogen.
Anna: Wir sind ja auch die „Gut-Wetter-Truppe“ (lacht). Ich glaube, was uns als Gruppe schon überrascht hat, war, wie viel Fokus auf dem gemeinsamen Essen liegt: das Kochen und die Zeit zusammen im Kreis zu zelebrieren. Aus dem Outdoor Setting ist man sich das ja sonst nicht so gewohnt. Und die Erkenntnis, was das für ein starkes Gemeinschaftsgefühl schafft. Auch die Zeit auf Elba ist mir da fest in Erinnerung geblieben. Schon die Anreise hat eine lange Übergangszeit ermöglicht. Irgendwie war in dieser Woche so viel Zeit vorhanden – und gleichzeitig ein spektakulärer Naturraum, der den eigenen Möglichkeitsraum zusätzlich geöffnet hat. Die Natur so als Begleiterin zu erfahren, war besonders. Innerlich lief bei uns auch viel mit der Biografiearbeit und der Arbeit an der eigenen Lebenslinie. Diesen Ort so für sich und trotzdem auch zusammen zu haben. In dieser Natur so viele Möglichkeiten zu haben, einfach mal alleine ins Wasser zu springen oder einen Aussichtspunkt zu suchen. Für sich einzutauchen und trotzdem immer wieder als Gruppe zusammenzukommen. Auch die Vielfältigkeit unserer Gruppe ist eine schöne Überraschung. Sie macht sehr vieles möglich und ist ein weiterer Grund, weshalb wir uns auf die gemeinsame Werkstätte-Erfahrung besonders freuen.
Valentin: Wir hatten die Überlegung, dass wir im Verlauf unseres Lebens – sei es beruflich, privat oder in ganz banalen Alltagssituationen – immer wieder mit dieser Frage konfrontiert werden: «Was wäre, wenn …?» Wir wollen an diesem wunderschönen Tagungsort einen Raum schaffen, der es ermöglicht, mit dieser Frage in Austausch zu gehen. Sei es im Gespräch mit anderen, beim gemeinsamen Essen, während der Workshops, die sich immer wieder mit unterschiedlichen «Was wäre, wenn …?»-Fragen beschäftigen, oder auch beim Gastbeitrag von Hans Neidhardt zum Thema Focusing.
Anna: Ja genau. Wir wollen den Möglichkeitsraum öffnen und ein Stück weit den eigenen Kopf darin trainieren, so zu denken, dass wir Möglichkeiten sehen und uns vorstellen können, wie es auch anders sein könnte. Unser Wunsch ist, dass wir vom Nachdenken noch einen Schritt weiter ins Tun kommen. In den verschiedenen Workshops gibt es dazu unterschiedliche Schwerpunkte, die sich mit verschiedenen «Was wäre, wenn …?»-Fragen auseinandersetzen und diese vertiefen.
Anna: Ein spannender Moment für mich war eine Sequenz aus dem Mythenspiel, die mich selbst sehr stark zum Nachdenken und zu alternativem Handeln motiviert hat. Eine tiefe Erkenntnis, dass ich alles in mir trage, was es braucht – und nun loslegen kann. 😉
Valentin: Ich habe mir dazu eher rückblickend Gedanken gemacht. Ich habe mich sehr kurzfristig für diese Ausbildung entschieden. Dieser Entscheidung gegenüber standen andere Möglichkeiten, die mich in eine völlig andere Richtung gebracht hätten. Die Erkenntnis für mich ist, dass ich mich mit dieser Entscheidung sehr wohl fühle und dadurch so viele neue, spannende Erfahrungen machen kann. Aber ja, die «Was wäre, wenn …?»-Frage lädt schon immer wieder zum Nachdenken ein.
Anna: Das ist sehr lustig. Wir haben zur Frage, wann wir zum ersten Mal von dieser Ausbildung erfahren haben, eine Aufstellung gemacht – und Valentin und ich standen dabei genau am gegenüberliegenden Ende.
Ich trage den Gedanken, diese Ausbildung zu machen, bereits seit zehn Jahren mit mir herum. Das finde ich so spannend. Es zeigt, wie lange manche «Was wäre, wenn…?»-Fragen in einem wachsen können, bis man schliesslich den Schritt macht und sich traut.
Valentin: Eine Qualität dieser Ausbildung ist sicherlich, dass man immer wieder mit ganz unterschiedlichen Menschen in Kontakt kommt. Schon innerhalb unserer Gruppe gibt es Menschen mit sehr verschiedenen Hintergründen, die ihre eigenen Erfahrungen einbringen. Das ist für die Gruppe ein grosser Mehrwert. An der Werkstätte kommen noch mehr unterschiedliche Menschen zusammen –Alumni, Menschen, die sich für die Ausbildung interessieren, und Menschen mit ganz anderen Hintergründen. Diese spannenden Räume für Begegnung und Austausch wollen wir über den ganzen Werkstättetag hinweg immer wieder ermöglichen. Darauf freue ich mich besonders.
Anna: Ich glaube, das Tolle wird auch sein, dass parallel verschiedene Workshops stattfinden und man sich heraussuchen kann, welches «Was wäre, wenn …?»-Feld für einen selbst gerade relevant ist. Zudem ist die Werkstätte mit nur einem Tag ein sehr kompaktes Format. Und trotzdem können daraus bereits tolle Impulse für das eigene Leben entstehen – und natürlich gibt die Werkstätte auch einen Einblick in die Methoden der systemischen Erlebnispädagogik.
Valentin: Ich denke, schon allein das Dabeisein bei einem Workshop – auch ohne grosses Mitwirken – hat seinen Wert. Auch auf den Gastbeitrag von Hans freue ich mich sehr. So wie er es beschreibt, soll Focusing eine Methode vermitteln, wie manden Körper beim Denken und bei Entscheidungen miteinbeziehen kann. Oft sind wir sehr im Kopf gefangen. Focusing lädt dazu ein, auch den Körper als Ressource einzubeziehen, um Entscheidungen zu treffen. Das ist sicherlich spannend für alle, die gerade vor einer Entscheidung stehen. Und leckeres Essen gibt es natürlich auch. 😉
Anna: Genau. (lacht) Es geht ja auch darum, die Natur mit einzubeziehen. Und ich finde, der Herbst mit seiner Qualität, Dinge loszulassen, damit wieder Neues entstehen kann, bietet einen schönen Rahmen, um dieser Frage nachzugehen. Wir freuen uns!
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